Es mag sich wer da will in stoltzen Purpur kleiden
In theurer Würme Grab lebendig hüllen ein:
Du schöne Bettlerin kanst nackend schöner seyn
Darffst fremder Hoffart Schmuck im wenigsten beneiden.
Die Sonne wenn sich izt die dicken Wolcken scheiden
Giebt durch zurißnen Flor den angenehmen Schein;
Hier kan die brennende Begier am Helffenbein
Der Glieder hin und her mit Lust die Augen weyden.
Das Lust-Hauß deiner Brust der Garten deiner Schoß
Mit Lumpen nur umschränckt umzäunt mit Spinnen-We-
ben
Giebt uns den reichen Schmuck von tausend Blumen bloß.
So pflagen sich in Streit die Kämpffer zu begeben
(diß Kleid geht auch der Lieb’ am besten an die Hand )
An Sieges-Kräutzen reich und dürfftig an Gewand.