Skip to content
1646–1699

14. Die Schöne Zornige.

Hans Aßmann von Abschatz

Wenn dein beherztes Blutt von Eyfer angefeuret Auff deine Lippen steigt und aus den Wangen schwizt Der innerliche Brand aus beyden Augen blizt Wirst du der Pallas gleich zu seyn von mir betheuret.

Der Himmel hat mit Zorn die Helden ausgesteuret Die Glutt das Sieges-Schwerdt Achillens zugespizt Wiltu nicht zornig seyn so werd’ ich selbst erhizt Weil der Verliebten Zorn die Liebe nur verneuret.

Was schadet mir was doch nicht lange währen kan? Hör’ ich ohn Ungedult der Hunde Bellen an Wie soll ich um ein Wort mich gegen dir erbittern? Auff Wind und Regen muß es wieder besser wittern;

Auff Hitze folget Durst: Ich wette daß ein Kuß Dich eh der Morgen kömmt hinwieder kühlen muß.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
14. Die Schöne Zornige. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove