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1646–1699

12. Die Schöne Krätzigte.

Hans Aßmann von Abschatz

Wenn Perlen-Schnecken auch von Purpur schwanger schie- nen Wenn Alabaster sich vermengte mit Porphir Wenn ihrem Venus-Blutt und des Zinobers Zier

Die Rose sezte bey den Schnee der Gelsaminen Wenn ihr die Lilien zum Hemmet müsten dienen Sie giengen rothem Gold und hellem Demant für: So eben weiset sich der weisse Leib an dir

Besprenget mit Coralln und bluttenden Rubinen. Du scheinst an deiner Haut ein Tiger-Thier zu seyn. (mit deiner Grausamkeit stimmt solche Kleidung ein ) Ein Himmel aber auch besät mit tausend Sternen.

Du kanst aus eignem Schmertz izt fremde Qual erlernen: Wenn du dir selber reißst das zarte Fell entzwey So dencke wie manch Hertz von dir zerrissen sey.

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