Skip to content
1646–1699

10. Die Schöne Taube.

Hans Aßmann von Abschatz

Weil deiner Schönheit Ruff die gantze Welt betaubt Weil Amors sein Geschoß aus deinen Augen kracht Weil meiner Thränen Nil auff deinem Felß zerstaubt Bistu vielleicht dadurch o Nymphe taub gemacht.

Betrug verführet den der allzu leichtlich glaubt; Dir wird durch geiles Wort kein Gifft zum Hertzen bracht Gleichwie die Schlange (wo diß Gleichnis ist erlaubt ) Mit zugestopfftem Ohr auff kein Beschweren acht.

Allein du hörst auch nicht die Warheit meiner Klagen. Gedult! ich bleibe doch wie vor in dich entbrannt. Dein taubes Ohr ersezt der Finger ihr Verstand. Dein Auge mag mein Hertz ich will dein Auge fragen.

Die Lichter welche so wie deine Sonnen blincken Die sprechen ohne Wort befehlen uns durch Wincken.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
10. Die Schöne Taube. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove